Wie der Presserat ohne ersichtliche Recherche parteiische Urteile fällt

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Am 25. Februar veröffentlichte das linkstendenziöse Medium „DerStandard“ zwei „Urteile“ durch den Privatverein „Österreichischer Presserat“ gegen das oberösterreichische Medium Wochenblick. Schon das erste Urteil hat es in sich, denn es ist objektiv überprüfbar faktisch völlig falsch. Dies wirft die Frage auf, ob der Privatverein „Österreichischer Presserat“ ein getarntes politisches Kampfmittel ist, welcher mit Fördermitteln der öffentlichen Hand agiert.

So stellte der Presserat angeblich fest, dass der Artikel „Innsbruck: Afghanengruppe prügelt auf HTL-Schüler ein“ eine Pauschalverunglimpfung und Diskriminierung ohne Tatsachenbeweis darstellen würde. Es habe keine polizeiliche Bestätigung gegeben.

Wochenblick verhielt sich im Gegenteil vorbildlich und umsichtig

Dieses Urteil zeigt die unsaubere und parteiische Arbeitsweise des Presserates in einer Deutlichkeit auf, die neu ist. Denn die Original-Presseaussendung las sich wie folgt (und ist bis heute beispielsweise hier oder hier in dieser Form im Internet abrufbar):

Raufhandel in Innsbruck
Am 14.10.2019, gegen 22:40 Uhr, wurde in Innsbruck im Stadtzentrum eine 4-köpfige HTL-Schülergruppe von 6 bis 7 afghanischen Staatsbürgern angegriffen. Dabei wurden ein 16-jähriger und ein 17-jähriger Schüler leicht verletzt. Die Angreifer verwendeten in der Auseinandersetzung einen Stock. Eine durchgeführte Fahndung nach den Beschuldigten verlief negativ. Der Grund der Auseinandersetzung ist derzeit unbekannt und ist Inhalt weiterer polizeilicher Ermittlungen.
Bearbeitende Dienststelle:     PI Innsbruck Saggen
Telefonnummer:                    0 59 133 / 7589

Im Gegensatz zur irreführenden und inhaltlich falschen Aussage des Privatvereins „Österreichischer Presserat“ hat der Wochenblick die Inhalte dieser Polizei-Presseaussendung abgeschwächt und relativiert, sich also vorbildlich und umsichtig verhalten:

TÄTER VERLETZEN ZWEI SCHÜLER MIT EINEM STOCK

Innsbruck: Afghanengruppe prügelt auf HTL-Schüler ein


Montagabend wurde eine Gruppe Innsbrucker HTL-Schüler von sechs bis sieben mutmaßlich afghanischen Schlägern angegriffen. Die Angreifer benutzten dabei auch einen Stock und verletzten zwei der Jugendlichen. 


Die Polizei versucht, den Grund für den Übergriff zu ermitteln. Auch die Täter sind noch flüchtig, weshalb ihre mutmaßliche Nationalität auf Zeugenaussagen beruht. Jedenfalls ging die afghanisch wirkende Prügelbande gegen 22.40 im Innsbrucker Stadtzentrum auf die Schülergruppe los. Ein 16-Jähriger und ein 17-Jähriger wurden dabei zum Glück nur leicht verletzt.

Der Presserat hat den Fall augenscheinlich nie recherchiert

Um die Wahrheit über den Sachverhalt herauszufinden, hätte der Presserat drei Dinge tun können, welche er ganz offensichtlich nicht getan hat:

  • Kontakt mit dem Redakteur aufnehmen und eine Stellungnahme einholen
  • Kontakt mit der Polizei aufnehmen und die Original-Presseaussendung anfordern
  • Selbst im Internet recherchieren

An diesem Beispiel kann festgemacht werden, dass der Privatverein „Österreichischer Presserat“ keineswegs objektive Urteile fällt. Es handelt sich zumindest im vorliegenden Fall – höflich formuliert – um eine Schlamperei, eine grobe Fahrlässigkeit. Dies ist bei einem Verein, der sich von Fördergeldern in der Höhe von mindestens EUR 150.000 pro Jahr nährt und bei oberflächlicher Betrachtung fälschlich den Eindruck erweckt, ein Gericht oder eine andere öffentliche Stelle zu sein, natürlich ein Skandal.

Der Standard rügt irreführendes Foto und bringt ein irreführendes Foto

Besondere Würze hat der Umstand, dass der Standard die Rügen des Privatvereins „Österreichischer Presserat“ veröffentlichte – im Speziellen was ein angeblich „manipulatives Foto“ betrifft – diesen Artikel aber selbst mit einem Foto garnierte, das überhaupt nichts mit den Vorwürfen des Presserates zu tun hat. Darauf ist zu lesen „Politische Korrektheit – Hände weg von unserem Hoamatgsang“. Mit Afghanen und Afrika hat dies wenig zu tun, auch wenn das Logo des Wochenblicks darin vorkommen mag.

Es ist natürlich müßig, zu erwähnen, dass es völlig sinnbefreit wäre, dies beim Presserat zu beanstanden. Der Autor dieser Zeilen hat mehrjährige Erfahrung mit Beschwerden beim Presserat. Egal wie detailliert aufbereitet und wie exakt mit dem Regularium des Presserates begründet: Ging eine Beschwerde gegen einen linken Autor und / oder ein linkes Medium, wurde diese in mehreren Fällen ohne Angabe von Gründen abgewiesen.

Screenshot vom 25. Februar 2020

An den Privatverein „Österreichischer Presserat“ wurde am 25.2. zum Zeitpunkt des Erscheinens dieses Textes ein E-Mail gerichtet, welches über den kompletten Sachverhalt informierte und die Möglichkeit zur Rechtfertigung oder Gegendarstellung einräumte. Sollte eine Antwort eintreffen, wird sie hier veröffentlicht.

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