Die Verwirrungen um die Identitäre Bewegung und Martin Sellner

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Die Ereignisse rund um die Identitäre Bewegung in Österreich überschlagen sich. Jedes noch so unwesentlich erscheinende Detail wird von gleichgeschaltet auftretenden Massenmedien ans Tageslicht gezerrt und zum Skandal hochstilisiert. Die öffentliche Wortwahl radikalisiert sich, den jungen Aktivisten der Identitären wird quasi das Existenzrecht aberkannt. Erfolgreich wird eine Koalitionskrise inszeniert, in welcher Kanzler Kurz sich im Stundentakt anmaßt, seinen Koalitionspartner altklug zu bevormunden und maßzuregeln. Die FPÖ scheint aus panisch anmutender Angst um ihren Verbleib auf der Regierungsbank wiederum jede Kränkung und Schmähung hinunterzuschlucken, während die Opposition aktiv und freudig die Messer wetzt. Ein Überblick über die Geschehnisse, die Akteure und ihre Motivationen.

Das Attentat

Am 15. März 2019 ermordete der australische Terrorist Benton Tarrant im neuseeländischen Christchurch 50 Menschen. Tarrant war zuvor angeblich weder für lokale Sicherheitsbehörden noch für Geheimdienste auffällig geworden oder als Gefährder bekannt. Die Weltpresse war sich binnen Stunden einig, dass es sich um einen „rechten“ Terroristen handeln würde.

Tarrant veröffentlichte vor der Tat ein wirres Manifest, das wohl als Grundlage seines Amoklaufs gelten soll. Darin bezeichnet er sich als Bewunderer der sozialistischen Diktatur in China und nennt sich selbst „Ökofaschist“. Diese an sich erzlinken Positionen garniert er mit Memes, Symbolen und Zitaten aus dem eher rechten Spektrum. Es ist ein buntes Sammelsurium eines Menschen, der die Welt bereist hatte. Dabei lobte er islamische Diktaturen und fühlte sich auch in Nordkorea wohl, während er schlussendlich das Ziel vertrat, möglichst viele Mohammedaner zu ermorden.

Jeder denkende Mensch weltweit lehnt Gewalt und Terror ab. Doch wer Tarrants Manifest kennt, die bekannt gewordenen Hintergründe studiert und den kranken Livemitschnitt der Morde gesehen hat, kann unmöglich aus der Hüfte geschossen zu einer klaren politischen Einschätzung kommen. Zu viele Details und Fragen sind ungeklärt. Speziell die Tatsache, dass in einem Gang der Moschee, die Tarrant vor der Tat nicht betreten hatte, „zufällig“ ein befülltes Magazin für seine Hauptwaffe bereit lag, welches er später aufhob, damit durchlud und weiter mordete, regt zum Grübeln an. Das ist keine Verschwörungstheorie sondern anhand des angeblichen Live-Mitschnitts eine für jedermann überprüfbare Tatsache.

Tarrant spendete, so viel ist mittlerweile bekannt, vor über einem Jahr nennenswerte Summen an patriotische Organisationen und Einzelpersonen. Das Bekanntwerden seiner Spende an den Leiter der Identitären Bewegung, Martin Sellner, war hierzulande der Startschuss einer einzigartigen Menschenhatz gegen diesen und alle Mitglieder und Sympathisanten der patriotischen Jugendgruppe. Der selbe Staatsanwalt, der gerade erst mit seinem Vorwurf der „Bildung einer kriminellen Organisation“ vor Gericht grandios scheiterte, ordnete sofort eine weitere Hausdurchsuchung und Beschlagnahme bei Sellner an und fand auch einen Richter, der dieses Vorgehen bewilligte. Diese Vorgangsweise, insbesondere die große Öffentlichkeit, mit welcher sie begleitet wurde, ist einmalig in der Rechtsgeschichte der Republik.

Durch geschicktes „Framing“ gelang es der Weltpresse, aus dem Massenmord eines angeblichen Einzeltäters eine rechtsradikale Weltverschwörung zu zimmern. Damit nicht genug, wirft man Martin Sellner, der Identitären Bewegung und im Umweg auch gleich der FPÖ sozusagen Zustimmung wenn nicht gar Beitragstäterschaft an der Wahnsinnstat von Christchurch vor. All das ohne jegliche haltbare Substanz, ohne tatsächliche kausale Zusammenhänge.

Der EU-Wahlkampf

Es wäre falsch, die Hysterie und den künstlichen Hype um den Sachverhalt getrennt vom aktuellen EU-Wahlkampf zu betrachten. Es gab keinen Wahlkampf der letzten Jahre, wo Linke wie auch die ÖVP sich nicht des Dirty Campaignings bedient hätten, um die FPÖ als rechte, rechtsextreme oder gar Nazi-Partei dastehen zu lassen. In jedem dieser Fälle ist die FPÖ brav zurückgerudert, hat brav ihre eigenen Leute geopfert und willig allen Vorwürfen zugestimmt. Genau dieses Verhalten verprellt die eigene Basis, die eigene Wählerschaft – und verhindert es, neue Wählerschichten zu erschließen. Wer zustimmt, bestätigt all die Vorurteile über die „rechtsextremen“ Freiheitlichen und genau deshalb gewinnt man nicht mehr wesentlich dazu sondern stagniert.

Viele der konstruierten Vorwürfe der vergangenen Wahlkämpfe wären durch Wahrheit und Standhaftigkeit abzuschmettern gewesen. Exemplarisch sei der Liederbuch-Wirbel rund um den NÖ-Landtagswahl-Kandidaten Landbauer zu erwähnen. Anstelle den Pseudo-Skandal als solchen sachlich zu entkräften und sich vor den eigenen Mann zustellen, dem faktisch nichts vorzuwerfen war, ließ man Landbauer fallen. Das Wahlergebnis fiel für die Freiheitlichen entsprechend ernüchternd aus. Vergleichbare Skandale und Skandälchen auf nationaler und regionaler Ebene sind trauriger Standard einer politischen Auseinandersetzung, die sich schon lange abseits des Dialoges, abseits eines vernunftbegabten Wettstreits der besseren Argumente und Ideen abspielt.

Niemals zu vergessen ist auch der untergriffige Präsidentschafts-Wahlkampf, wo sich Norbert Hofer und die FPÖ gegen die gesammelten Untergriffe aller anderen Parteien zu bewähren versuchten. Speziell die ehrlose Rolle der ÖVP ist hier hervorzuheben, welche aus fadenscheinigen Gründen lieber einen grünen Kandidaten unterstützte, welcher offen für eine zentralistische EU und die Auflösung der Vaterländer eintritt.

Die substanzlosen Angriffe auf die Identitäre Bewegung sind in Wahrheit ein gemeinschaftlicher Angriff der Linken und der ÖVP auf die Freiheitlichen, um diese für die kommende EU-Wahl zu schwächen. In der FPÖ scheint man aber nicht fähig oder nicht willens zu sein, diese Strategie zu erkennen, sondern tappt bereitwillig in ein Fettnäpfchen nach dem andern, steigt freudig in jede ersichtlich aufgestellte Falle. Es geht nicht um das Schicksal der Identitären sondern um nicht weniger als die nachhaltige Beschädigung und Zersplitterung der FPÖ. In einem Europa, wo starke Politiker wie Orban, Salvini oder Kaczyński starke Vaterländer anführen, scheinen Globalisten zu jeder Schweinerei bereit zu sein, um konservative Parteien und Kräfte zu diskreditieren.

Die Identitären und Herr Sellner

Gleichgeschaltete Systemgünstlinge in den Medienhäusern überbieten sich inzwischen in einer Sprache, die zuletzt während der NS-Diktatur verwendet wurde, um die Mitglieder der identitären Bewegung zu beschimpfen und zu entmenschlichen. Völlig folgenlos wurde Sellner beispielsweise öffentlich von einem Journalisten als „Nazi-Sau“ beschimpft.

Es macht sich niemand die Mühe, zu betrachten oder zu hinterfragen, wofür die Identitäre Bewegung politisch steht. Dabei sind die Forderungen weitgehend deckungsgleich mit den Positionen der FPÖ und in keinem Falle extremistisch, rechtsextrem oder gar radikal. Ohne Hysterie betrachtet, wären die meisten Forderungen problemlos mehrheitsfähig. Bewarhung von Kultur und Tradition, Einhaltung der Gesetze, Schutz der Grenzen, Rückführung von Asylwerbern nach Wegfall der Fluchtgründe und dergleichen mehr.

Dabei haben Identitäre ab der Gründung ihrer Bewegung stets betont, immer gewaltfrei, demokratisch und abseits von Rassismus zu agieren. Nazitum wird vehement abgelehnt, wer auch nur im Geringsten in diese Richtung auffällt, wird sofort ausgeschlossen. Identitäre bedienen sich in ihrem Aktionismus exakt der Methoden, die von linken Jugend- und Umweltbewegungen seit Jahrzehnten bekannt sind. Spruchbänder, Kundgebungen, Aufkleber, Straßenkreide. Während Linke mit Lackfarbe Häuser und Autos beschmieren, haben Identitäre immer nur sanfte, reversible Methoden gewählt, die keinen permanenten Schaden an Eigentum bedeuten.

Für die Identitären ist es ein Schock, dass sich die FPÖ als politische Vertretung der Konservativen auf Zuruf der Linken und in Folge des wahlpolitischen Kalküls der ÖVP grundlos gegen sie stellt und quasi zum Abschuss freigibt. In vielen Themen haben die Identitären für die FPÖ wertvolle Vorarbeit geleistet, wichtige und richtige Stichwörter und Themen geliefert und diskutiert. Zum Dank für all die idealistische, patriotische Mühe scheinen sie innerhalb eines Augenblicks geopfert worden zu sein. Und das, obwohl sie sich objektiv betrachtet nichts zuschulden kommen ließen.

Denn, so ehrlich sind sogar viele Linke bis linksextreme Publizisten – jemandem aus einer Überweisung eines Unbekannten eineinhalb Jahre später einen Strick zu drehen, ist nicht rechtsstaatlich, nicht demokratisch, nicht gerecht und mit großer Sicherheit auch juristisch nicht haltbar. Im Prinzip kann sich unter diesem Vorwurf so gut wie jeder wiederfinden, der sich sozial engagiert und mittels Spenden individuelle Hilfe oder Vereine und Projekte vorantreibt. Vielleicht sogar Geschäftstreibende, die einem Kunden ein Produkt verkauft haben, welcher später straffällig wird.

Wie soll man denn wissen, dass ein Spender vom anderen Ende der Welt viele Monate später durchdreht und zum Schwerstkriminellen wird? Wer kann eigentlich dafür garantieren, dass Priklopil oder Fritzl nicht regelmäßige Spender für die Caritas oder das Rote Kreuz waren? Wie viele Verbrecher haben schon für diese und andere Organisationen gespendet, ohne dass eine internationale Hysterie ausgebrochen wäre?

Der Anlass, über Herrn Sellner und die Identitären in dieser entmenschlichenden Vehemenz herzufahren, ist ein Nichtiger. Doch niemand scheint den Mut zu finden, dies öffentlich zu äußern. Dabei sind die Wähler nicht so dumm, wie mancher Politiker das gerne hätte. Eine Online-Umfrage bei Vol.at ergab, dass weit über 50% der Abstimmenden gegen die von Bundeskanzler Kurz geforderte Auflösung der Identitären Bewegung sind.

Martin Sellner hat der FPÖ als Konsequenz für den ultimativen Verrat der gemeinsamen Werte bereits die Rute ins Fenster gestellt. Denkbar ist die Gründung einer eigenen Partei, auch wenn man das eigentlich nicht will. Und 5% sind dem charismatischen Sprecher der Jugendbewegung allemal zuzutrauen, wo er doch aus Idealismus und gegen unglaublichen Widerstand seiner Sache treu bleibt und seine politischen Argumente stets sachlich und frei von Extremismus vorbringt. In jedem Fall wären dies aber Stimmen, die direkt von der FPÖ abgezogen werden und diese somit in ihrer Position gegenüber dem Koalitionspartner schwächen würden.

Die ÖVP und Herr Kurz

Man muss vielleicht vorwegschicken, dass die ÖVP keine Partei im herkömmlichen Sinne ist. Es handelt sich um eine wirtschaftliche Interessensgemeinschaft, welche nach möglichst viel politischer Macht strebt, um die dadurch zu gewinnende Beute unter den Mitgliedern aufzuteilen. Egal, ob Steuergeld und Förderungen direkt ausgeschüttet werden oder man durch die Gesetzgebung Rahmenbedingungen schafft, um sich und den seinen noch größere Stücke des Kuchens zuzuschanzen.

Das Marketingkonzept der ÖVP, für Land, Leute, Familie, Tradition, Christentum und dergleichen mehr zu stehen, wird mittlerweile wohl von jedermann im Land durchschaut. Doch die wirtschaftlichen Möglichkeiten im Fahrwasser dieser Partei sind für viele einfach zu verlockend. Man muss zugeben, in ÖVP regierten Bundesländern wie Oberösterreich geht es den Menschen ausgesprochen gut. Was die ÖVP unbestritten kann, ist das Wirtschaften, gebunden an ein Leistungsprinzip. Letzteres grenzt sie auch deutlich von der SPÖ ab.

Nach vielen farblosen, zur Linken tendierenden Vorsitzenden fand man in dem jugendlichen Sebastian Kurz einen flexiblen, wandlungsfähigen Messias, der von den Wählern gut angenommen wurde. Der von akademischer Vorbildung und Arbeit in der freien Wirtschaft völlig unberührte 32jährige hängt sein Fähnchen geschickt in den Wind, der ihm und den Seinen die größten Vorteile garantiert. Innerhalb weniger Monate mutierte er vom moslemophilen Willkommensjubler zu einem scheinbaren rechtskonservativen Politiker.

Freilich, wer von Kurz eine Rede für die Rechte der weltweit verfolgten Christen erwartet, wird darauf noch länger warten müssen. Damit macht man seiner Meinung nach wohl keine Quote. Der Schutz, den er in seiner Zeit als Staatssekretär vorrangig syrischen Christen versprochen hatte, wurde bis heute nicht umgesetzt.

Der junge Mann scheint auf Zuruf ganz flexibel die Positionen zu vertreten, welche seine Hintermänner von ihm erwarten. Dass ihm dabei auch linksextreme Positionen keine moralischen Probleme bereiten, darf den aufmerksamen Wähler nicht weiter überraschen. So war er einer der ersten, welcher faktenwidrig und ohne Notwendigkeit die frei erfundenen Ausschreitungen im Chemnitz verurteilte. Kritik an Trump, Putin, Orban, Hetze gegen Syrien und alle weiteren globalistischen linken Positionen werden häufig freudig vertreten. Geht es um das Bejubeln der EU, des EU-Zentralismus und der Einschränkung diverser Bürgerfreiheiten, steht Kurz in bester Tradition der ÖVP an erster Stelle der Globalisten. Dabei scheute er auch nicht davor zurück, den für ÖVP-Verhältnisse weit links geltenden EU-Jubler Otmar Karas zum Spitzenkandidaten zu machen. Die ÖVP, ob mit oder ohne Kurz, steht primär für sich selbst. Dass sie den Anspruch der Vertretung der Interessen des Volkes erhebt, kann man nur als unverfrorenen Hohn betrachten.

Die FPÖ und Herr Strache

Die linke Presse und auch die ÖVP geben Befehle aus. Die FPÖ gehorcht. Die FPÖ apportiert. Das ist der wahrnehmbare Zustand der Freiheitlichen unter HC Strache. In den letzten Jahren ließ man sich ungezählte Funktionäre und Mitarbeiter durch linke Agitation herausschießen. In gespenstischer Geschwindigkeit erfüllt die Stache-FPÖ reflexartig jeden Wunsch nach Distanzierung von den Eigenen. Zumeist ohne Betrachtung tatsächlicher Sachverhalte stehen Menschen, die bei den Linken in besondere Ungnade gefallen sind, vor dem Nichts, da sie aus Partei und Funktionen schneller ausgeschlossen werden, als man „Freiheit“ sagen kann.

Aufgrund dieses Umstandes macht sich eine Stimmung breit, welche bereits den ideologischen Untergang der ÖVP markierte. Als Funktionär, speziell als bezahlter Funktionär der FPÖ wird man innerhalb und außerhalb der Partei niemals aufmucken, sich niemals aus dem Fenster lehnen, stets sein Fähnchen nach dem Wind hängen und die Meinungen und Vorgaben der Parteispitze bejubeln und befolgen.

Selbst wenn man eine komplett andere Meinung hätte, wird man tunlichst jede Sympathie für die Identitären oder andere Patrioten außerhalb der Partei unter der vorgehaltenen Hand für sich behalten, denn der Verbleib am Trog, der Verbleib im sich ständig drehenden Rad der Karrieristen ist vielen wichtiger als politische Überzeugung. Das kann man Menschen auch nicht vorhalten, wo die Existenz oder gar die Ernährung der Familie am Spiel stehen.

Die Verantwortung für all diese Menschen trägt die Parteispitze. Eine Parteispitze, die im Gegensatz zu SPÖ und ÖVP nicht in der Lage ist, solidarisch zu ihrer Basis zu stehen und all den Menschen, welche sich für die Partei engagieren, Schutz und Auffangnetz zu bieten. Während SPÖ und ÖVP noch für den kleinsten Genossen oder Parteisoldaten Wohnung, Job und im Fall der SPÖ-Extremisten auch Rechtshilfe finden, steht die Gefolgschaft der FPÖ stets alleine da. Es gibt keine Bank, keine Wohnbaugenossenschaft, keine Immobilien für Veranstaltungen und Seminare, keine Hilfe bei unverschuldeten Rechtsstreits und dergleichen mehr.

Durch Eigeninitiative und Idealismus versuchten sich kleine, unabhängige Medien zu etablieren – ohne relevante Unterstützung durch die Partei. All dies war akzeptabel, solange die FPÖ aus der Opposition heraus nicht die Möglichkeiten und Mittel dazu hatte. Die völlige Untätigkeit und Unwilligkeit in all diesen Bereichen auch nach Eintritt in die Regierung Kurz kann man aber nur noch als grob fahrlässig bezeichnen.

Die FPÖ vergisst dabei wesentliche Dinge, welche bereits Haider zu Fall brachten: Man kann mit der politischen Linken nicht diskutieren, da diese den Anspruch auf die Wahrheit stellen und von Hass und Vernichtungsgedanken getrieben sind. Gibt man ihnen den kleinen Finger, werden sie die ganze Hand nehmen – und zwar ohne Gegenleistung.

Arbeitet man mit einem linken Journalisten zusammen, wird dieser dennoch weiter niederträchtigsten Hass versprühen und keineswegs jemals versöhnlich oder gar neutral Bericht erstatten. Die linken Kreise, welche aktuell gegen die Identitären hetzen, beispielsweise das politische Kampfmittel „DÖW – Dokumentationsarchiv des Österreichischen Widerstandes“, hetzen schon lange in derselben Wortwahl gegen die FPÖ. Auch diese gilt dort als rechtsextrem, antisemitisch und dem Neonazismus nahe.

Opfert man die Identitäre Bewegung wegen genau dieser Vorwürfe, vergist man, dass man selbst der Nächste sein wird. Kein linker Wähler, kein linkes Medium wird deshalb die FPÖ auch nur einen Deut anders behandeln, wenn sie die eigenen Mitstreiter verrät. Dass HC Strache das nicht versteht, nicht entsprechend beraten wird, dass er nicht erkennt, dass das patriotische Lager gerade jetzt Solidarität braucht, kann langfristig zu einem neuen Knittelfeld führen.

Es wirkt derzeit so, als wolle die ÖVP die FPÖ aufgrund der relativ unwichtig erscheinenden EU-Wahl vollständig zerrütten, entzweien und zerreiben. Es ist dies die alte Schüssel-Strategie, welche gegen Jörg Haider so gut gegriffen hat und die FPÖ dazumals nahezu marginalisierte. Und nicht wenige Insider behaupten, dass Herr Schüssel auch hinter Herrn Kurz steht, der seine Strategien willig ausführt.

Die Meute und die Medien

Das linke Vorfeld, bestehend aus Jugendorganisationen, kommunistischen Verbänden, Antifa-Schlägertrupps, anonymen Denunziantenbanden in Sozialen Netzen ist völlig enthemmt. Als ob es noch nicht gereicht hätte, dass Menschen aus diesem Dunstkreis gewalttätige Übergriffe bis hin zu Mordversuchen an Identitären verübt, Autos angezündet, Geschäftsräume und Privatwohnungen verwüstet haben – jetzt scheinen all diese Umtriebe nicht nur seitens der linken Parteien sondern auch von der ÖVP legitimiert zu werden.

Gefährliche Drohungen, gefolgt von Taten, gegen Personen welche an Identitäre vermieteten waren bislang genauso an der unwidersprochenen Tagesordnung der Linken wie ein Anschlag auf den Friseur von Martin Sellner. Hat sich jemand in der Regierung oder in linken Parteien davon distanziert? Fehlanzeige.

Dabei ist auch die Rolle diverser linksextremer „Recherchekollektive“ als brandgefährlich einzustufen. Gegen jegliches Recht und Gesetz, gegen den Datenschutz, gegen Persönlichkeitsrechte und den Schutz der Privatsphäre wird rund um die Uhr geschnüffelt und dokumentiert. Illegal werden Listen Andersdenkender angefertigt und sowohl der Presse als auch Straftätern zur Verfügung gestellt. Dass sich Falter und Standard solcher Quellen bedienen darf nicht weiter überraschen, dass aber der öffentlich-rechtliche ORF kein Problem mit illegal beschafften Daten aus anonymer, linksradikaler Hand hat, ist ein unverzeihlicher Tabubruch.

Die Legitimierung, welche die gewaltbereite Linksradikale durch die aktuelle Debatte erfährt kann der Beginn einer Gewaltspirale mit Verletzten und Toten sein, wobei nicht der Funke einer Gewaltbereitschaft von den Identitären ausgeht oder je propagiert wurde. In jedem Fall macht sich aber jeder Redakteur, jedes Medium an einer Eskalation mitschuldig, welche im Chor dieser beispiellosen Vorverurteilung mitsingen und Dreckkübel um Dreckkübel über jungen Menschen ausleeren, deren einziges Verbrechen es ist, zu Land und Leuten zu stehen und sich eine sichere Zukunft zu wünschen.

Die öffentliche Meinung wird nach wie vor von links gerichteten Massenmedien kontrolliert, auch wenn patriotische Medien im Online-Bereich vereinzelt ganz gute Reichweiten erzielen. Auf lange Sicht werden diese patriotischen Medienstimmen gegen den Mainstream aber ausgehungert, denn die Presseförderung geht nach wie vor – auch unter der vermeintlich rechtskonservativen Regierung – an die etablierten linkstendenziösen Blätter mit ihrer Einheitsmeinung. Dass Kurz daran nichts ändern möchte, erscheint strategisch klar zu sein – die Handlungsweise der FPÖ ist hingegen unverständlich. Denn das Spiel der Demokratie in Österreich war immer auch davon abhängig, wer die Medien und damit die öffentliche Meinung kontrolliert.

Zumindest einen vehementen Kampf um die Meinungsfreiheit und unabhängigen Journalismus könnte man sich von einer rechtskonservativen Regierung also erwarten – doch dies geschieht nicht.

Fazit

Niemand, auch nicht das eigene Lager, schreckt vor einem Vernichtungsfeldzug gegen Menschen zurück, wenn es tatsächlich oder scheinbar den eigenen Zwecken dient. Die Identitären dienen dabei als Bauernopfer im EU-Wahlkampf.

All die Untaten, die tatsächlich den linken Vorfeldorganisationen anzulasten und auch zu beweisen wären, wirft man den jungen Idealisten der Identitären vor. Nachdem sich diese einem gewaltfreien, demokratischen Weg verschrieben haben und keine geldgeilen Karrieristen sind, können sie sich nicht wehren.

Im Prinzip schlägt man auf eine Gruppe von Jugendlichen hin, die nichts anderes will, als sicher in ihrem Kulturkreis aufzuwachsen und zu leben. Wer sich gefragt hat, wie mitten in Europa ein politisches Klima der Verfolgung von Menschengruppen, der Kriminalisierung, Internierung und Vernichtung unschuldiger Andersdenkender etablieren konnte, kann dies nun aus der ersten Reihe fußfrei betrachten.

Was diejenigen, denen Zweifel an der Gerechtigeit, der Moral des Geschehens, nicht haben, ist eine Wahl. Denn es gibt im demokratischen Spektrum nicht eine Partei, welche dem Irrsinn mutig entgegentritt und sich damit wählbar macht.

Es ist ein Dilemma, das eigentlich nur noch demotiviert und die letzten verbliebenen Aufrechten Menschen an Resignation und Auswanderung denken lässt. Eine FPÖ, welche sich von der ÖVP ständig derart gängeln und vorführen lässt und im Endeffekt nur ihre Stimmen hergibt, um Vorhaben der ÖVP umzusetzen, ist eine Enttäuschung aber keine Zukunftsperspektive für unser Land.

1 Comment

  1. Mit diesem Artikel hat sich „fm“ wieder mal selbst übertroffen. Er bringt es sowas von auf den Punkt. Und dass Schüssel der Marionettenspieler, zumindest aber der Einflüsterer/Ratgeber vom Basti ist, ist bei genauer Überlegung mehr als im Bereich des Möglichen. Vor allem, wenn man die Performance der letzten Wochen ansieht. Der Jörgl wird im Grab rotieren, weil es wieder auf das hinauslaufen könnte. Spaltung.

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