Rechtskonservative Kommentare zum Tagesgeschehen

Linksextremer Mordaufruf gegen Innenminister Kickl auf Öllingers Facebookseite?

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Auf der Facebook-Seite des ehemaligen Nationalratsabgeordneten Karl Öllinger (Grüne), war am Sonntag dem 7. Jänner mehrere Stunden lang ein wenig verschleierter Mordaufruf gegen Innenminister Kickl zu finden. Nachdem gerade Grüne immer wieder moralinsauer betonen, dass Gewaltaufrufe ausschließlich vom politischen Gegner kämen, ist der Sachverhalt durchaus spannend. Gelöscht wurde das Posting übrigens erst nach etwa vier Stunden, als Leadership-Trainer Robert Kiesinger auf seinem eigenen Facebookauftritt auf den Sachverhalt hinwies.

Ausgangsposting durch den ehemaligen Grün-Abgeordneten Karl Öllinger, 7.1.2018, Facebook.
Originalposting Christian Mattitsch auf der Facebook-Seite von Karl Öllinger, Hintergrund historische Aufnahme des Stauffenberg-Bombenattentates (Fotomontage fmpolitics)

Als Antwort auf das wohl „humoristisch“ gemeinte Ausgangsposting Öllingers, in welchem er sich über eine Marketing-Aktion von Innenminister Kickl lustig machte, fand sich ein Kommentar von einem Christian Mattitsch. Dieser meinte in Anlehnung auf das von Öllinger verspottete Usertreffen mit Kickl wenig kryptisch, „Man könnte ja unterm Tisch wie Stauffenberg …“. Anhand dieses Kommentars zeigt sich nicht nur die hohe Gewaltaffinität im linksextremen Lager sondern auch, mit welchen Mitteln, Argumenten und Unterstellungen die ständige gegenseitige Radikalisierung dort vonstatten geht. Eine rechte oder konservative Politik wird vom linken Lager in den letzten Jahren immer sofort mit Rechtsextremität gleichgesetzt. Zudem geht man ganz offen davon aus, dass die (eigentlich demokratisch gewählte) FPÖ in Richtung einer nationalsozialistischen Gewaltdiktatur tendieren würde. Eine völlig an den Haaren herbeigezogene Sichtweise, insbesondere unter dem Gesichtspunkt, dass der Nationalsozialismus eher linke als rechte gesellschaftliche Modelle verfolgte und diese mit maximaler Gewalt umsetzte.

Claus Schenk, Graf von Stauffenberg, verübte am 20. Juli 1944 ein Bombenattentat, das die Ermordung Hitlers zum Ziel hatte. Es ist also unschwer zu erkennen, was Christian Mattitsch auf der Facebook-Seite von Karl Öllinger zum Ausdruck bringen wollte. Er forderte, so muss man seine Worte interpretieren, wohl nicht weniger als die Ermordung des Innenministers durch ein Bombenattentat.Die nicht vorhandenen Geschichtskenntnisse der Linksextremen zeigen sich auch darin, dass sie nichts über die politischen Ansichten des Grafen von Stauffenberg zu wissen scheinen. Dieser kehrte sich von Hitler ab, weil er (wörtlich) dessen „Gleichheitslüge“ ablehnte. Er forderte vielmehr eine Form von rassisch motivierter, nationalistischer Demokratie. Während man ohne linke Scheuklappen die Politik von Hitlers NSDAP klar als mit dem heutigen Sozialismus verwandt ansehen kann, muss man Stauffenberg als rechtskonservativ bis rechtsextrem einordnen.

Ob die Äußerungen Mattitschs, möglicherweise ein deutscher Staatsbürger, für Ermittlungen durch staatliche Behörden wegen Verhetzung, Gewalt- oder Mordaufruf ausreichen, darf angesichts der aktuellen politischen Lage in Deutschland bezweifelt werden.

Karl Öllinger ist übrigens federführend für die unter Kritikern als Denunziations- und Hetzplattform bekannte Webseite „Stoppt die Rechten“ verantwortlich. Schon beim Namen dieses Projekts zeigt die Wortwahl, dass Linke generell ein großes Problem mit allen abweichenden Meinungen haben. Schließlich will man „Rechte“ stoppen und nicht etwa „Rechtsextreme“. Dass es in einer gesunden Demokratie aber auch Gegenmeinungen geben darf – ja sogar muss – erschließt sich Menschen wie Öllinger und seinem entsprechend radikalisierten Umfeld wohl nicht.

 

Update, 8.1.2018
Ex-Nationalratsabgeordneter Karl Öllinger (Grüne) hat sich zum Sachverhalt öffentlich geäußert. Sehr unterhaltsam ist dabei, dass er die Methode des Aufdeckens problematischer Inhalte, deren er und seine politische Richtung sich – natürlich mit Finanzierung aus Steuergeldern – seit langen Jahren befleißigt, anderswo als „grotesk“ einordnet. Die Darstellung überprüfbarer Sachverhalte auf fmpolitics ist für Öllinger natürlich „besonders hetzerisch“. Wenn der so vorgehaltene Spiegel eigener Methoden so sehr schmerzt, wird vielleicht ein eigener Lernprozess damit eingeleitet.

Originalposting - Karl Öllinger äußert sich auf Facebook zum Sachverhalt.
Originalposting – Karl Öllinger äußert sich auf Facebook zum Sachverhalt.

1 Comment

  1. Da kann ich nur beipflichten, denn seit ich mich erinnern kann, haben linke Rabauken gewalttätige Demonstrationen initiiert, an denen sogar Grünpolitiker teilgenommen haben. Ich hab während der ersten schwarzblauen Periode die Donnerstagsdemos erlebt, es herrschte eine sehr gefährliche unterschwellige Gewaltbereitschaft, hätte ich was gegen die Demo gesagt, ich hätte wahrscheinlich eine Abreibung bekommen. Von den Opernball oder sonstigen Demos gegen Traditionsbälle, besonders gegen FPÖ Veranstaltungen ganz zu schweigen. In Deutschland noch weit ärger, wenn die AfD eine Veranstaltung ausrichtet. Das wird alles von Grün-Rot zwar „verurteilt“ aber gleichzeitig mit Sympathie verfolgt. Vom RAF Terror der 70/80er bis zu den „Gutmenschendemos“ heute, stets ist mehr oder weniger Gewalt mit dabei.
    Ja, auch die extrem rechten Aufmärsche sind oft gewalttätig, und werden zu recht mit null Toleranz beantwortet. Aber rechts wählen bedeutet nicht per se auch rechtsextrem zu sein. Zudem laufen rechtskonservative Demos meist sehr diszipliniert ab um den Links-linken Berufdemonstrierern nicht noch mehr Grund zur Gewalt zu geben.
    Den Linken, Grünen und sonstigen „Gutmenschen“ ins Stammbuch geschrieben, DIE NSDAP WAR NIE EINE RECHTSEXTREME PARTEI,SONDERN ICH HAB AUCH IMMER DEN STANDPUNKT VERTRETEN SIE WAR NATIONAL-LINKSEXTREM GEPAART MIT RASSISTISCHER IDEOLOGIE. Sie hatte viele sozialistische Elemente, verbrämt mit überhöhtem Nationalismus. Nationalsozialismus ist soweit rechtsextrem. dass es schon wieder links andockt-oder vize-versa.

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